Backpack packen

Rucksack richtig packen

Das Wichtigste beim Rucksack packen ist, dass du alles Überflüssige gar nicht erst mitnimmt. Je nach dem wie lange du unterwegs bist, brauchst du Gepäck. Was wichtig ist und was nicht, musst du selbst entscheiden. Damit du nichts vergisst kannst du unsere ultimative Backpacker Packliste zu Rate ziehen.

Wenn es dann so weit ist und du endlich den Rucksack packen kannst um den Alltag hinter dir zu lassen, gilt es richtig zu packen. Mit den folgenden Tipps bist du optimal vorbereitet und vermeidest, dass ein falsch gepackter Rucksack dir den Spaß verdirbt.

Der richtige Schwerpunkt macht das Tragen leichter

Der Schwerpunkt sollte auf Höhe der Schultern liegen.

Der Schwerpunkt sollte auf Höhe der Schultern liegen. (Grafik: Deuter)

Ganz allgemein gilt den Schwerpunkt des Rucksacks möglichst dicht am Körper und in Schulterhöhe bekommen. So befindet er sich immer über deinem Kör­per­schwerpunkt und der Rucksack zieht beim Tragen nicht zu sehr nach hinten. Gerade bei unwegsamen Gelände ist es unpracktisch, wenn dich der Rucksack ständig aus dem Glecihgewicht bringt, weil die Last ungünstig verteilt ist. Bei nicht unüblichen Gewichten von 15-25 Kilo kann die Packtechnik über einen ent- oder verspannten Abend entscheiden.

Je nach Tour und Gelände solltet ihr den Schwerpunkt etwas in der Höhe variieren. Bei leichtem Gelände sollte er auf Schulterhöhe liegen. Hast du einen schwereren Aufstieg vor dir, kannst du ihr getrost etwas senken. Dies hat vor allem Auswirkung auf das ausbrechen und schwingen des Rucksacks. Bei unwegsamen Gelände gilt es dies zu unterdrücken, um nicht aus dem Glecihgewicht zu kommen.

Bodenfach prall füllen

Das Bodenfach des Rucksacks solltest du so prall wie möglich füllen. Natürlich nicht nur damit du dort möglich viel unterkriegst, sondern um dem Lastensystem eine gute Basis für das übrige Gewicht zu geben. Je kompakter das Bodefach gepackt ist, desto besser kann das Gewicht des Backpacks auf die Hüftflossen übertragen werden.

Die Ausrüstung die ins Bodenfach kommt sollte eher leicht sein. Vor allem Dinge wie Schlafsack, Regenjacke oder Softshell, Handtücher und evtl. deine Isomatte gehören hier her.

Türmchen bauen

Für leichtes Gelände liegt der Lastschwerpunkt höher.

Für leichtes Gelände liegt der Lastschwerpunkt höher. (Grafik: Deuter)

Zum füllen des Hauptfachs gibt es spezielle Techiniken, die das Gewicht optimal verteilen. Je näher der Schwerpunkt des Rucksacks am Körper ist desto leichter trägt sich der mobile Kleiderschrank. Stell dir einfach vor, du baust einen Turm aus den schweren Ausrüstungsgegenständen. Dieser Turm lehnt am Tragesystem, also der körperzugewandten Seite des Innenraums. Hier stapelst du Kochgeschirr, Heringe, Campingkocher und das Stück Berliner Mauer, dass du immer mit dir rumschleppst. Den Platz im Topf kannst du übrigens super nutzen um Lebensmittel zu verstauen.

Den Platz um den Turm herum solltest du mit “Füllmaße” stabilisieren. Jetzt aber nicht gleich in den Baumarkt rennen und das Zeug aus mit der Spritzdüse kaufen. Mit “Füllmaße” ist hier etwas anderes gemeint: Füllt Beutel mit Gepäck, das sich in die Zwischenräume stopfen lässt. Dafür eignen sich vor allem Klamotten. Packst du z.B. deine T-Shirst in zwei Beutel kannst du sie rechts und links neben dem Turm legen und ihm somit Stäbilität verleihen.

Falls du ein Zelt dabei hast, empfiehlt es sich, die Komponenten einzeln zu verpacken und je nach Gewicht in die entsprechende Zone zu verteilen.

Allzeit griffbereit

Rchtig packen für schweres Gelände

Für schwieriges Ge­lände liegt der Schwerpunkt tiefer. (Grafik: Deuter)

Kleinigkeiten sind im Dec­kel­­­fach gut aufgehoben. Hier kommen alle Gegenstände rein, die du häufig brauchst und schnell herausholen musst. Hierzu gehören Müsliriegel, Sonnencreme, Karte, Taschenlampe und Kamera.

Auch die Seitenfächer sind schnell zugängig und sind ein guter Aufbewarungsort für ein Set Wechselklamotten. Achte allerdings darauf, dass sie gleichgewichtig befüllt sind, sonst bekommst du schnell Schlagseite.

Teste deine Packkünste

Ist alles eingepackt, gibt es einen einfachen Test, ob das Gewicht gut verteilt ist. An deinem Rucksack gibt es diverse Riemen, die vor sich hinbaumeln. Zieh an jedem einmal beherzt und mach den Rucksack so kompakt wie möglich. Er muss nicht aus allen Nähten platzen, aber je näher alles bei einander sitzt desto besser für die Stabilität. Läufst du mit dem Rucksack durch die Gegend wird sich der Turm verschieben wollen. Je weniger Spielraum er hat, desto stabiler bleibt er. Das komprimierte Gepäck ist außerdem einfacher zu tragen, denn das Lastensystem kann es besser auf die Hüftflossen und Tragegurte verteilen.

Nun zum Test: Stell den Rucksack auf den Boden und schau was passiert. Kippt er zu einer Seite um, ist das Gewicht nicht optimal verteilt. Bleibt er stehen, ist dies ein gutes Anzeichen dafür, dass du alles richtig gemacht hast. Glückwunsch, mit diesem Rucksack wirst du eine Menge Spa´unterwegs haben.

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Comments

  1. [...] Hier ist sehr gut beschrieben, wie man einen Rucksack richtig packt: Rucksack richtig packen | Backpacker Packliste [...]