White Haven Beach - Whitsundays

Auszeit in Down Under: Mehr Travel als Work

Auf seinen Ausflügen um die Welt sucht Philipp vor allem nach authentischen Eindrücken von Kultur, Menschen und landschaftlicher Atmosphäre. Sein Ziel: Vor dem 30. alle Kontinente der Welt besuchen. Die bisherigen Stationen waren unter anderem das raue Prag, das freundliche Vancouver, das staubige Kairo und das pulsierende Manila. Die Liste ist also nahezu voll. Wir haben Philipp etwa einen Monat nach seinem Trip nach Australien getroffen wo er Sydney, Brisbane und Cairns gesehen hat. So waren die Eindrücke noch frisch, aber nicht mehr euphorisch blind. Der perfekte Zeitpunkt um die Retrospektive einer Reise zu machen und einige nützliche Tipps weiterzugeben.

BACKPACKER-PACKLISTE: Wo warst du und für wie lange?

PHILIPP: Ich habe mir Anfang 2013 einen Monat Auszeit im Backpacker-Paradis Australien gegönnt und bin dem Mytos Ostküste nachgegangen. Ich hatte eine atemberaubende Zeit auf der Strecke von Sydney nach Cairns. Neben diverse anderen Zwischenstops bin ich auf der Reise durch die Blue Mountains gewandert, habe an den Stränden von Port Stephans, Byron Bay sowie Surfers Paradise gelegen und die einzigartige Atmosphäre von Brisbane, Fraser Island, und den Whitsundays erlebt. Für mich war es vor allem wichtig die einzigartigen Landstriche und Naturwunder von New South Wales und Queensland zu sehen. Kaum ein anderes Gebiet hat so viele UNESCO Naturerbestätten wie die Ostküste von Down Under.

BACKPACKER-PACKLISTE: Wie bist du gereist und wo hast du geschlafen?

PHILIPP: Ich war mit meiner Freundin und eine ganze Weile mit einem Freund unterwegs, die mir grandiose Gesellschaft geleistet haben. Ganz allein unterwegs zu sein wäre glaube ich nichts für mich, auch wenn es sicher seinen Reiz hat komplett auf sich selbst gestellt zu sein. Wir waren ausschließlich mit dem Auto unterwegs; teilweise mit einem typischen Backpacker Kombi plus Matratze im Kofferraum, teilweise mit einem Mietwagen. Ursprünglich hatte wir vorgehabt mit dem Bus unterwegs zu sein, bin aber wirklich froh, dass wir es nicht getan haben. Die Busse haben zwar genügend Haltestellen und haben tolle Ticket-Varianten, machen aber die Mobilität in der Stadt nahezu unmöglich. Stell dir vor, du wirst am Busbahnhof rausgelassen, trägst 16 Kilo Gepäck und musst erst zum Hostel, dann zum Supermarkt und schließlich zum Strand latschen. Nichts gegen laufen, aber bei den Distanzen, die du in Australien zurücklegen musst, verzichtet man gern. Vor allem, wenn du das ganze jeden zweiten Tag machen musst.

Auszeit in Down Under's Surfers Paradise

Auszeit in Down Under – Philipp in Surfers Paradise

Nachdem wir zu Beginn ein paar Nächte in Motels und Hostels, die zur Hochsaison nicht günstiger sind, verbracht hatten, sind wir für den Rest der Reise auf airbnb umgestiegen. Wesentlich günstiger und komfortabler. Hostels sind sicher besser um andere Reisende zu treffen und die Party-Crowd zu jeder Tageszeit um sich zu haben. Persönlich habe ich es allerdings genossen die Australier in freier Wildbahn und ihren Heimen erleben zu können. Alle Gastgeber, die wir hatten, waren äußerst nette und interessante Persönlichkeiten und egal wie voll unser Tagesprogramm war, wir haben immer die Zeit für ein ausgiebiges Kennenlernen in Begleitung eines Abendessens und/oder eine Flasche Wein gefunden.

BACKPACKER-PACKLISTE: Was war das beste Erlebnis auf deiner Reise?

PHILIPP: Es lässt sich kaum auf ein einzelnes Erlebnis beschränken, aber wenn ich eines wählen müsste war es das Flaschentauschen in den Whitsundays. Der Süden des Great Barrier Reef soll zwar nicht so schön sein, wie der Norden, war aber trotzdem ein absoluter Traum.

Im warmen, klaren Wasser gibt es unheimlich viel zu entdecken: Zwischen den vielen verschieden Sorten  verstecken sich riesige Muscheln, tausende bunte Fische und Meeresbewohner. Zunächst sieht man nicht außer dem Unterwasserwald des Riffs. Aber hat man erstmal den ersten Meter unter Wasser zurückgelegt und ein oder zwei Fische entdeckt, ist es wie an Ostern: Für jedes Ei, dass du entdeckst, offenbaren sich zwei weitere. Nach kurzer Zeit kannst du dich gar nicht vor roten, grünen, gelben, gestreiften und gepunkteten Fischen retten und weißt gar nicht mehr, wo du hinschauen sollst. Wenn du Glück hast, kannst du sogar Meeresschildkröten entdecken.

Dazu kommt natürlich noch das einzigartige Gefühl, sich unter Wasser zu bewegen und zu atmen. Ich stelle mir fliegen ganz ähnlich vor. Absolut majestätisch und empfehlenswert!

BACKPACKER-PACKLISTE: Welche Panne ist dir passiert und welche Lehre hast du daraus gezogen?

PHILIPP: Vor Pannen bin ich glücklicherweise verschont geblieben. Wenn ich allerdings etwas gelernt habe, dann ist es, immer Ohrstöpsel dabei zu haben. Mit fünfzehn anderen Backpackern in einem Raum zu schlafen, macht es nicht immer leicht Ruhe zu finden. Es gibt immer jemanden, der über die Nacht ganze Urwälder absägt oder so betrunken ist, dass ihm/ihr die Ruhebedürfnisse anderer weniger wichtig sind. Da gibt es nur zwei Lösungen: Entweder mittrinken, bis sich Schlaf von alleine einstellt oder die Ohren stopfen. Ich empfehle eine gesunde Mischung aus beidem.

Kanguru in der Fig Tree Pocket

Kanguru in der Fig Tree Pocket

BACKPACKER-PACKLISTE: Wie viel Geld hast du etwa am Tag ausgegeben und was waren die größten Kostenpunkte?

PHILIPP: Ich habe am Tag ca. 100€ ausgegeben. Damit waren alle Kosten vor Ort abgedeckt, von Übernachtung, Verpflegung bis Mietwagen, Benzin und mobilem Internet. Auch für die Tour nach Fraser Island und den Segeltrip durch die Whitsundays hat es gereicht, welches definitiv die größten Kostenpunkte waren. Man spart natürlich einiges, wenn man jede Nacht im Dormroom verbringt, dafür braucht man auch wesentlich mehr Alkohol um überhaupt ein Auge zu zu tun. Was am Ende kostengünstiger ist, müsst ihr selber testen. Wichtig ist, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

BACKPACKER-PACKLISTE: Welche drei Gegenstände haben deine Reise besser gemacht?

PHILIPP: Was ich nur empfehlen kann sind:

  1. Microfaser Handtücher (Super platzsparend, super schnell trocken)
  2. Bill Bryson’s Down Under (Die beste Art Australien auf Papier kennen zu lernen)
  3. iPad (gemeinsam mit mobilem Internet ist es gleichzeitig Navi, Buchungsplattform und Notizbuch)

Ausrüstungstipps von Philipp

  1. Microfaser Handtücher (Super platzsparend, super schnell trocken)
  2. Bill Bryson’s Down Under (Die beste Art Australien auf Papier kennen zu lernen)
  3. iPad (gemeinsam mit mobilem Internet ist es gleichzeitig Navi, Buchungsplattform und Notizbuch)
Weitere Ausrüstungstipps findest du auf unserer ultimativen Backpacker Packliste

Diese Geschichte könnte deine sein

An alle Work & Traveler, Backpacker und Reiselustigen: Wir wollen deine Geschichte erzählen und deinen Erlebnissen hier einen Raum geben. Hast du Lust uns von deiner Reise zu erzählen? Dann schreib uns eine Nachricht bei Facebook: Backpacker-Packliste.de auf Facebook

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>